Weisse Wände

Gwyneth Jones

Von 1966 bis 1980 trat Jones regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen auf. In Bayreuth sang Jones zunächst die Wagner-Rollen im jugendlich-dramatischen Fach; jedoch übernahm sie dort später auch die hochdramatischen Wagner-Heroinen. Sie sang in Bayreuth im Einzelnen folgende Rollen: Sieglinde in Die Walküre (1966; 1970–1973), Eva in Die Meistersinger von Nürnberg (1968, 1969), Kundry in Parsifal (1969, 1970) und Senta in Der Fliegende Holländer (1969–1971). In Götz Friedrichs einen Bühnenskandal auslösender Tannhäuser-Inszenierung (Premiere: 1972) sang Jones die Rollen Elisabeth und Venus in derselben Aufführung; diese Doppelbesetzung wiederholte sie in Bayreuth auch in den Jahren 1973, 1974 und 1977.

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Ileana Cotrubas

Ileana Cotrubaș galt bei Intendanten und Regisseuren in der Zeit ihrer Karriere als „schwierig“. 1973 stieg sie in Wien aus einer Neueinstudierung der Oper Eugen Onegin aus, 1980 ebenso bei den Proben zu Don Pasquale an der Metropolitan Opera. 1981 drohte sie aus einer Produktion der Oper La Traviata an der Metropolitan Opera auszusteigen, weil sie mit der szenischen Neueinrichtung des Regisseurs John Dexter nicht einverstanden war.

1987 wandte sie sich nach einer Aufführung der Oper La traviata am Opernhaus Zürich in einer Ansprache an das Publikum und bat um Nachsicht, dass sie in dieser für sie optisch unbefriedigenden Inszenierung des Regisseurs Nicolas Joel und des Bühnenbildners Pet Halmen hatte auftreten müssen.

Nach Beendigung ihrer Karriere hat sie in ihrer Autobiografie Opernwahrheiten am herrschenden Opernbetrieb scharfe Kritik geäußert.

Weisse Wände

Birgit Nielsson

Märta Birgit Nilsson (* 17. Mai 1918 in Västra Karup, Gemeinde Båstad;

† 25. Dezember 2005 in Bjärlöv, Gemeinde Kristianstad) war eine schwedische Opernsängerin. Mit ihrer hochdramatischen Sopranstimme gehörte sie seit Ende der 1950er Jahre bis zu ihrem Bühnenabschied Mitte der 1980er Jahre unangefochten zu den führenden Interpretinnen der Opern von Richard Wagner und Richard Strauss.

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Beverly Sills

Sills, die 1948 an der Civic Opera in Philadelphia debütierte, wurde für ihre Auftritte als Koloratursopran überall auf der Welt bekannt, auch ihre Aufnahmen sind berühmt. Nachdem sie 1980 in den Ruhestand eingetreten war, wurde sie General Manager der New York City Opera. 1996 erhielt sei einen Heinz Award, 1998 wurde sie in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Im Jahre 1994 wurde sie Vorsitzende des Lincoln Center und 2002 der Metropolitan Opera. Sills engagierte sich karitativ für die Vorsorge und Behandlung von Geburtsdefekten.

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Maria Callas

Maria Callas wurde am 2. Dezember 1923

im New Yorker Stadtteil Washington Heights

als Tochter der griechischen Einwanderer

George Kalogeropoulos und Evangelia Dimitriadou geboren.

Der vom Peloponnes stammende Vater änderte 1929 den Familiennamen in Callas,

als er im griechischen Viertel von Manhattan eine Apotheke eröffnete.

1937 ging Maria nach der Scheidung ihrer Eltern mit Mutter und Schwester Yakynthy nach Athen.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie im November 1938 in Cavalleria rusticana in Athen,

als sie noch am Athener Konservatorium bei Maria Trivella studierte.

Ab 1938 studierte sie Gesang bei Elvira de Hidalgo, ebenfalls am Konservatorium von Athen.

Im August 1942 sang sie an der Nationaloper von Athen zum ersten Mal die Partie der Tosca,

im April 1944 erstmals die Rolle der Marta in Tiefland.

Bei der griechischen Erstaufführung von Fidelio im Theater des Herodes Attikus im August 1944 übernahm sie die Titelrolle.

1949 heiratete sie den italienischen Unternehmer Giovanni Battista Meneghini

und nahm die italienische Staatsbürgerschaft an.

Ihr Repertoire umfasste 43 vollständige Partien sowie Arien aus weiteren 34 Opern.

 Neben dem Tonumfang von fast drei Oktaven besaß ihre Stimme große Biegsamkeit.

Callas beherrschte alle stimmlichen Tontechniken des Belcanto-Gesangs.

1951 trat sie als Aida im Palast der schönen Künste in Mexiko-Stadt auf.

Das Ende der Siegerszene im 2. Akt beschloss sie, abweichend von der Partitur, mit einem glasklaren es3.

Das Publikum drehte durch“ beschrieb die Plattenfirma EMI die Reaktion.

Die historische Aufnahme ist erhalten und wurde in den 1990er Jahren als Aida Live 1951 von EMI als CD herausgegeben.

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Montserrat Caballé

Caballé studierte Gesang in Barcelona und Mailand und debütierte 1956 am Theater Basel als Mimi in Puccinis La Bohème. Zudem sang sie am Theater in Saarbrücken. Von 1959 bis 1962 war sie am Theater der Freien Hansestadt Bremen engagiert. 1965 sprang sie für Marilyn Horne in einer konzertanten Aufführung von Donizettis Oper Lucrezia Borgia in der Carnegie Hall ein und begeisterte das Publikum. Im selben Jahr debütierte sie an der Metropolitan Opera in New York als Margarethe in Gounods Faust, wodurch sie international bekannt wurde. Caballé war häufig als Gast bei Festspielen (u. a. in Glyndebourne), seit 1971 trat sie auch regelmäßig an der Hamburgischen Staatsoper auf. Zudem trat sie häufig als Konzertsängerin auf.

Schwerpunkte ihres umfangreichen Repertoires bildeten vor allem die Opern von Rossini, Donizetti und Bellini, aber auch von Verdi und Puccini. Merkmale ihrer lyrischen Stimme waren sinnliche Schönheit und ein außerordentliches Piano.

1997 produzierte Mike Moran ihr Album Friends for Life, das Duette mit Caballé und verschiedenen Sängern enthält, u. a. Bruce Dickinson, Johnny Hallyday, Johnny Logan, Gino Vannelli und Helmut Lotti. 1998 wurde Caballé mit einem Bambi ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Musikpreis ECHO Klassik für ihr Lebenswerk.

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